12 empfehlenswerte Bourbons im Überblick
Diese acht Bourbons decken die wichtigsten Stile ab, vom milden Einstieg über gereifte Klassiker bis zum würzigen Kraftpaket. Alle stammen aus den USA und sind gut erhältlich. Die Preise sind Richtwerte zur Orientierung, der tagesaktuelle Preis kann abweichen.
Buffalo Trace
Buffalo Trace ist ein vielfach empfohlener Allrounder aus Kentucky und für viele die Referenz für gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Weiche Noten von Vanille und Karamell treffen auf eine feine, frische Minze, dazu kommen Eiche und Gewürz am Gaumen. Mit rund 40 Prozent ist er unkompliziert und passt pur genauso gut wie im Cocktail.
Maker's Mark
Maker's Mark ist ein Weizen-Bourbon, das heißt, statt Roggen kommt Weizen als würzende Getreidezutat zum Einsatz. Das macht ihn besonders weich und süß, mit deutlichen Noten von Vanille und Karamell und einer sanften Eiche. Ein idealer Bourbon für alle, die es rund und zugänglich mögen, erkennbar am charakteristischen roten Wachssiegel.
Jack Daniel's Old No. 7
Streng genommen ist Jack Daniel's kein Bourbon, sondern ein Tennessee Whiskey: Er wird vor der Fassreifung durch Holzkohle aus Zuckerahorn gefiltert, das sogenannte Charcoal Mellowing. Geschmacklich liegt er dennoch nah am Bourbon, mit süßen Noten von Vanille, Banane und Eiche. Als einer der bekanntesten Whiskeys der Welt ist er günstig und vor allem in Longdrinks zu Hause.
Woodford Reserve
Woodford Reserve gilt als vollmundiger Premium-Bourbon für jeden Tag, ohne dabei teuer zu sein. Mit 43,2 Prozent wirkt er etwas kräftiger und vielschichtiger als viele Standardabfüllungen, mit Noten von Trockenfrucht, Vanille und Eiche und einem langen, würzigen Abgang. Eine gute Wahl, wenn du beim Bourbon einen Schritt weiter gehen willst.
Bulleit Bourbon
Bulleit setzt auf einen hohen Roggenanteil, den sogenannten High-Rye-Stil, und schmeckt dadurch deutlich würziger und pfeffriger als die meisten Bourbons. Am Gaumen zeigen sich Roggen, Eiche und schwarzer Pfeffer, getragen von kräftigen 45 Prozent. Genau diese Würze macht ihn zum idealen Bourbon für Cocktails wie den Old Fashioned oder Manhattan.
Wild Turkey 101
Wild Turkey 101 verdankt seinen Namen den 101 amerikanischen Proof, was kräftigen 50,5 Prozent Alkohol entspricht. Trotz der Stärke bleibt er zugänglich, mit satten Noten von Vanille, Karamell und Eiche und viel würziger Tiefe. Ein robuster, ehrlicher Klassiker zum kleinen Preis, der pur wie im Cocktail Charakter zeigt.
Eagle Rare 10
Eagle Rare aus dem Hause Buffalo Trace trägt eine seltene Altersangabe von zehn Jahren und spielt damit weit über seiner Preisklasse. In der Nase Toffee, Orangenschale und Leder, am Gaumen kandierte Mandeln und dichter Kakao, dazu ein trockener, langer Abgang mit Backgewürzen. Ein eleganter, vielfach ausgezeichneter Bourbon für alle, die mehr Tiefe suchen.
Elijah Craig Small Batch
Der Elijah Craig Small Batch, lange als Zwölfjähriger bekannt, vereint Fässer von acht bis zwölf Jahren zu einem erstaunlich reifen Bourbon. Honigwabe, Zedernholz und Orangenmarmelade in der Nase, am Gaumen Bratapfel, Zimt und Keksteig, im Abgang Muskatnuss und verkohlte Eiche. Mit 47 Prozent viel Charakter fürs Geld und ideal für einen kräftigen Old Fashioned.
Blanton's Original
Blanton's gilt als der Bourbon, der die Single-Barrel-Kategorie populär gemacht hat: Jede Flasche stammt aus einem einzelnen Fass, oben thront ein Sammler-Pferdchen als Verschluss. Im Glas warme Vanille, Karamell und Backgewürze, dazu ein würziger, von Muskat und Mais getragener Abgang. Ikonisch und ein beliebtes Geschenk, preislich aber im oberen Feld.
Michter's US*1 Bourbon
Michter's US*1 Small Batch steht für reifen, vollmundigen Bourbon mit Karamell, Vanille und Steinobst, dazu rauchige Eiche und schwarzer Pfeffer im Abgang. Sehr ausgewogen und gefällig, Kritik gibt es meist nur am moderaten Alkoholgehalt und Preis. Ein verlässlicher Premium-Bourbon zum Genießen oder Verschenken.
Four Roses
Der Four Roses Bourbon ist ein Blend aus zehn Rezepturen und einer der zugänglichsten Einstiegs-Bourbons überhaupt. Leicht und fruchtig mit Apfel, Birne und Blütennoten, sanft im Abgang. Kein komplexer Sipper, aber ein ehrlicher, günstiger Allrounder, der pur wie im Cocktail funktioniert.
Basil Hayden
Basil Hayden ist ein High-Rye-Bourbon mit ungewöhnlich leichtem Körper, mild, sanft und für Einsteiger sehr zugänglich. Vanille und Orangenschale in der Nase, etwas Pfeffer und Trockenfrüchte im kurzen Abgang. Der Haken: Mit nur 40 % vol ist er für seinen Premium-Preis eher zurückhaltend, dafür aber unkompliziert.
Was einen Bourbon zum Bourbon macht
Bourbon ist gesetzlich klar definiert. Er muss in den USA hergestellt werden, zu mindestens 51 Prozent aus Mais bestehen und in neuen, innen ausgebrannten Fässern aus amerikanischer Eiche reifen. Genau diese frischen, ausgebrannten Fässer geben dem Bourbon seine typische Süße und die Aromen von Vanille, Karamell und Eiche.
Anders als beim Scotch gibt es für einfachen Bourbon keine vorgeschriebene Mindestlagerzeit, weshalb viele bekannte Abfüllungen ohne Altersangabe auskommen. Zusätzliche Farbstoffe sind nicht erlaubt, die tiefe Bernsteinfarbe entsteht allein im Fass. Der hohe Maisanteil sorgt für die charakteristische Süße, die Bourbon von würzigeren Roggen-Whiskeys unterscheidet.
Das Herz der Bourbon-Produktion liegt in Kentucky, wo das kalkhaltige Wasser und das Klima ideale Bedingungen bieten. Fast alle unsere Empfehlungen stammen von dort. Weitere amerikanische Sorten und Roggen-Whiskeys findest du in unserer Kategorie Bourbon und Rye.
Bourbon, Rye und Tennessee Whiskey im Vergleich
Rund um Bourbon kursieren einige Begriffe, die leicht durcheinandergeraten. Der wichtigste Unterschied liegt im Hauptgetreide und in kleinen Herstellungsdetails, die den Geschmack spürbar verändern.
Während Bourbon zu mindestens 51 Prozent aus Mais besteht und süß-vollmundig schmeckt, dominiert beim Rye Whiskey der Roggen mit mindestens 51 Prozent Anteil, was ihn deutlich würziger und trockener macht. Ein klassischer Vertreter ist der kräftige Rittenhouse Bottled-in-Bond mit 50 Prozent, ein beliebter Cocktail-Rye. Tennessee Whiskey wiederum ist im Grunde ein Bourbon, der zusätzlich durch Holzkohle gefiltert wird, das Charcoal Mellowing. Jack Daniel's ist das bekannteste Beispiel dafür.
Ein High-Rye-Bourbon wie Bulleit liegt geschmacklich dazwischen: Er bleibt ein Bourbon, hat durch den erhöhten Roggenanteil aber eine spürbar würzige Note. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen.
| Sorte | Hauptgetreide | Charakter | Beispiel |
|---|---|---|---|
| Bourbon | mind. 51 % Mais | süß, vollmundig, Vanille | Buffalo Trace |
| Rye Whiskey | mind. 51 % Roggen | würzig, trocken, pfeffrig | klassischer US-Rye |
| Tennessee Whiskey | Mais, kohlegefiltert | süß, weich, rund | Jack Daniel's |
| Weizen-Bourbon | Mais mit Weizen | besonders weich und süß | Maker's Mark |
Die Prozentangaben beziehen sich auf die sogenannte Mash Bill, also die Getreidemischung vor dem Brennen. Innerhalb jeder Sorte gibt es große Unterschiede, die du am besten selbst verkostest.
Bourbon pur genießen oder im Cocktail
Milde Bourbons wie Buffalo Trace oder Maker's Mark lassen sich hervorragend pur bei Zimmertemperatur trinken. Ein bauchiges Glas bündelt die süßen Aromen von Vanille und Karamell. Wenn dir ein kräftiger Bourbon wie Wild Turkey 101 zu intensiv erscheint, öffnen ein paar Tropfen Wasser die Aromen und mildern die Schärfe.
Kaum ein Whiskey eignet sich so gut für Cocktails wie Bourbon. Der Klassiker ist der Old Fashioned, bei dem Bourbon mit etwas Zucker, Bitters und einer Orangenzeste zu einem runden Drink verrührt wird. Für den Manhattan kommt roter Wermut hinzu. Würzige High-Rye-Bourbons wie Bulleit setzen sich hier besonders schön gegen die süßen Zutaten durch.
Günstige, kräftige Bourbons sind ideale Mixgrundlagen, während du edlere Tropfen eher pur genießt. Egal wie du ihn trinkst, gilt: Genieße Bourbon bewusst und in Maßen. Welche Flasche zu deinem Geschmack passt, verrät dir in wenigen Schritten unser Whisky-Finder.
Preis-Leistung: guter Bourbon muss nicht teuer sein
Bourbon gehört zu den Whiskey-Kategorien mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Schon für unter 20 Euro bekommst du charaktervolle Abfüllungen wie Wild Turkey 101 oder Bulleit, die pur und im Cocktail überzeugen.
Im mittleren Bereich um 25 bis 35 Euro warten runde Allrounder wie Buffalo Trace und Woodford Reserve, die sich auch gut als kleines Geschenk machen. Wer möchte, kann Preise und Profile in unserem Whisky-Vergleich direkt gegenüberstellen.
Teurer wird Bourbon vor allem bei limitierten Jahrgängen und Fassstärke-Abfüllungen, die aber nicht automatisch besser schmecken. Für den Alltag reichen die hier vorgestellten Klassiker völlig aus. Wenn du mildere, europäische Alternativen mit Trockenfrucht suchst, wirf einen Blick auf unsere besten Sherryfass-Whiskys.
Fazit: der richtige Bourbon für jeden Geschmack
Guter Bourbon ist zugänglich, vielseitig und selten teuer. Wer weich und süß mag, greift zu Maker's Mark, wer es würzig liebt, zu einem High-Rye-Stil wie Bulleit. Buffalo Trace bleibt der sichere Allrounder für alle, die einfach einen verlässlichen Bourbon suchen.
Am besten probierst du dich durch die verschiedenen Stile, vom milden Weizen-Bourbon bis zum kräftigen Wild Turkey 101. Bist du neu beim Whiskey, hilft dir unser Ratgeber zu den besten Whiskys für Einsteiger beim Start. Stöbere sonst gern durch die ganze Kategorie Bourbon und Rye und finde deinen Favoriten.
Passende Ratgeber
Transparenzhinweis: Dieser Ratgeber wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle empfohlenen Flaschen stammen aus unserem echten Katalog, Preise sind Richtwerte. Die Produktfotos sind keine KI-Bilder. Wie wir KI einsetzen