Ratgeber

Die besten Bourbon-Cocktails

Bourbon-Cocktails gehören zu den bekanntesten Drinks der Barkultur. Kein anderer Whiskey verbindet süße Vanille und Karamell so mühelos mit Zucker, Zitrone und Bitters, und genau das macht Bourbon zur idealen Cocktail-Basis. Vom Old Fashioned bis zum Mint Julep zeigen wir dir die fünf großen Klassiker und welcher Bourbon dazu passt.

Wir stellen dir zuerst sieben Bourbons vor, die sich besonders gut zum Mixen eignen, und erklären, warum manche Flaschen im Glas besser funktionieren als andere. Danach gehen wir die wichtigsten Drinks der Reihe nach durch, geben ehrliche Empfehlungen für den passenden Bourbon und ein paar praktische Tipps zu Eis, Sirup und Bitters. Erfundene Mengen suchst du hier vergeblich, die klassischen Grundrezepte sind seit über hundert Jahren Allgemeingut.

7 Bourbons für Cocktails im Überblick

Diese sieben Bourbons haben sich hinter der Bar bewährt: kräftig genug, um sich neben Zucker, Zitrone und Bitters zu behaupten, und fair im Preis. Teure Single-Barrel-Sipper bleiben bewusst außen vor, denn sie kommen pur besser zur Geltung. Alle Preise sind Richtwerte und können abweichen.

Empfehlungen
7 Abfüllungen
Richtpreis-Spanne
rund 17 bis 33 Euro
Alkohol im Schnitt
43,8 % vol
Mit Altersangabe
0 von 7
Auf einen Blick: berechnet aus den Richtpreisen und Katalogdaten unserer Empfehlungen, Stand der letzten Aktualisierung.
01
ca. 19,90 €
EicheVanilleGewürz

Bulleit setzt auf einen hohen Roggenanteil und bringt dadurch Roggen, Eiche und schwarzen Pfeffer an den Gaumen. Diese Würze setzt sich in gerührten Drinks besonders gut durch, weshalb Bulleit die klassische Wahl für Old Fashioned und Manhattan ist. Mit 45 Prozent hat er genug Druck, um im Cocktail präsent zu bleiben.

Bourbon (High Rye) · Kentucky / USA · NAS · 45 % vol
02
Wild Turkey

Wild Turkey 101

ca. 17,30 €
VanilleKaramellEiche

Wild Turkey 101 trägt seine 50,5 Prozent, also 101 amerikanische Proof, offen zur Schau. Genau diese Stärke macht ihn zum Arbeitstier für intensive Drinks wie den Boulevardier, wo mildere Bourbons neben Campari und Wermut untergehen würden. Kräftig, würzig und dabei erstaunlich günstig.

Bourbon · Kentucky / USA · NAS · 50,5 % vol
03
Maker's Mark

Maker's Mark

ca. 30,00 €
VanilleKaramellEiche

Maker's Mark ist ein Weizen-Bourbon, der statt Roggen auf Weizen setzt und dadurch besonders weich und süß schmeckt. Diese sanfte Vanille- und Karamellsüße balanciert die Säure im Whiskey Sour schön aus. Ein zugänglicher Bourbon, der auch pur auf Eis funktioniert.

Bourbon · Kentucky / USA · NAS · 45 % vol
04
Buffalo Trace

Buffalo Trace

ca. 33,00 €
VanilleKaramellMinze

Buffalo Trace ist der ausgewogene Allrounder mit Vanille, Karamell und einer feinen Minze. Seine runde Süße harmoniert mit fast jedem Rezept, vom Old Fashioned bis zum Whiskey Sour. Wer nur eine Flasche für viele verschiedene Bourbon-Drinks kaufen will, macht damit wenig falsch.

Bourbon · Kentucky / USA · NAS · 40 % vol
05
Woodford Reserve

Woodford Reserve

ca. 26,99 €
TrockenfruchtVanilleEiche

Woodford Reserve ist etwas voller und würziger als viele Standardabfüllungen, mit Trockenfrucht, Vanille und einem langen Abgang. Als langjähriger offizieller Bourbon des Kentucky Derby ist er die naheliegende Wahl für einen Mint Julep. Auch im Manhattan gibt seine Tiefe dem Drink Struktur.

Bourbon · Kentucky / USA · NAS · 43,2 % vol
06
Four Roses

Four Roses

ca. 30,09 €
Apfel & BirneHonigBlüten

Four Roses ist leicht und fruchtig, mit Apfel, Birne und Honig statt schwerer Eiche. Diese helle, gefällige Art macht ihn zur guten Basis für erfrischende Drinks wie den Whiskey Sour oder einen sommerlichen Mint Julep. Ein unkomplizierter Einstiegs-Bourbon zum fairen Preis.

Bourbon · Kentucky / USA · NAS · 40 % vol
07
ca. 28,34 €
VanilleKaramellgeröstete Eiche

Old Forester zählt zu den ältesten durchgehend verkauften Bourbon-Marken der USA und bringt braunen Zucker, Vanille und Nelke mit. Diese würzige, leicht trockene Art passt hervorragend in einen klassischen Old Fashioned. Ein preiswerter, geradliniger Cocktail-Bourbon mit Geschichte.

Bourbon · Kentucky / USA · NAS · 43 % vol

Was einen guten Cocktail-Bourbon ausmacht

Nicht jeder Bourbon gehört in einen Cocktail. Im Glas treffen kräftige Zutaten wie Zucker, Zitrone, Wermut oder Bitters auf den Whiskey, und feine, teure Nuancen gehen dabei fast vollständig verloren. Einen edlen Single-Barrel-Bourbon in einem Rührdrink zu versenken, wäre deshalb schade, den genießt du besser pur.

Gut mixbare Bourbons sind meist günstig, geschmacklich klar und gern etwas kräftiger. Ein deutlicher Vanille-, Karamell- oder Roggencharakter setzt sich gegen die übrigen Zutaten durch, während höhere Trinkstärken wie bei Wild Turkey 101 für Präsenz sorgen. Genau solche Abfüllungen findest du in unserer Auswahl oben.

Der größte geschmackliche Hebel ist die Getreidemischung, die sogenannte Mash Bill. Ein roggenbetonter High-Rye-Bourbon wie Bulleit bringt Würze und Pfeffer, ein Weizen-Bourbon wie Maker's Mark dagegen weiche Süße. Welcher Stil in welchen Drink passt, klären wir gleich Cocktail für Cocktail. Mehr zu den Sorten selbst steht in unserem Ratgeber zu den besten Bourbons.

Die fünf klassischen Bourbon-Cocktails und der passende Bourbon

Die meisten Bourbon-Cocktails folgen einfachen Grundrezepten, die seit Generationen funktionieren. Wichtig ist vor allem, dass Bourbon und übrige Zutaten gut zueinander passen. Hier sind die fünf wichtigsten Klassiker und der jeweils passende Bourbon aus unserem Katalog.

Old Fashioned

Der Old Fashioned ist der Urvater aller Whiskey-Cocktails und zählt zu den ältesten Drinks überhaupt: Bourbon, ein Stück Zucker oder etwas Sirup, ein paar Spritzer Angostura Bitters und ein großer Eiswürfel, gerührt und mit einer Orangenzeste serviert. Ein würziger Bourbon mit Rückgrat trägt diesen einfachen Drink am besten. Old Forester mit seinen Noten von braunem Zucker und Nelke ist dafür wie gemacht, wer es roggiger mag, greift zu Bulleit.

Whiskey Sour

Der Whiskey Sour balanciert Bourbon mit frischem Zitronensaft und etwas Zuckersirup, auf Wunsch mit Eiweiß für eine cremige Krone. Hier spielt ein weicher, süßer Bourbon seine Stärken aus, weil er die Säure der Zitrone abrundet. Der Weizen-Bourbon Maker's Mark harmoniert dafür besonders gut, ebenso der leichte, fruchtige Four Roses. Das Ergebnis ist erfrischend, rund und leicht zu trinken.

Mint Julep

Der Mint Julep ist der Sommerklassiker aus den Südstaaten und untrennbar mit dem Pferderennen verbunden: Bourbon über zerstoßenem Eis, frische Minze und etwas Zucker in einem beschlagenen Becher. Beim Kentucky Derby gehen an einem einzigen Wochenende weit über 100.000 Juleps über die Theke. Ein runder, nicht zu aggressiver Bourbon passt am besten, allen voran Woodford Reserve als langjähriger offizieller Bourbon des Derbys. Auch der frische Four Roses macht sich hier gut.

Manhattan

Der Manhattan verbindet Bourbon oder Rye mit rotem Wermut und Bitters zu einem eleganten Rührdrink, serviert ohne Eis im Cocktailglas mit einer Cocktailkirsche. Traditionell setzt sich hier ein roggenbetonter Bourbon durch, dessen Würze gegen den süßen Wermut ankommt. Bulleit mit seinem hohen Roggenanteil ist dafür bestens geeignet, der etwas vollere Woodford Reserve gibt dem Drink zusätzliche Tiefe.

Boulevardier

Der Boulevardier ist die kräftige, whiskeybasierte Schwester des Negroni: Bourbon, roter Wermut und Campari zu etwa gleichen Teilen. Hier darf der Bourbon ruhig kräftig sein, damit er sich gegen den bitteren Campari behauptet. Wild Turkey 101 mit seinen 50,5 Prozent liefert genau diesen Druck. Das Ergebnis ist bittersüß, komplex und angenehm wärmend, ideal für den Aperitif oder einen kühlen Abend.

Roggen oder Weizen: welcher Bourbon-Typ in welchen Drink passt

Ob ein Bourbon roggen- oder weizenbetont ist, entscheidet stärker über den Cocktail als der Preis. Würzige High-Rye-Bourbons geben gerührten, spirituosenlastigen Drinks Struktur, während weiche Weizen-Bourbons in sauren, fruchtigen Drinks glänzen. Die folgende Übersicht fasst zusammen, welcher Stil zu welchem Klassiker passt.

CocktailPassender Bourbon-TypBeispielWarum
Old Fashionedwürzig, High-RyeOld Forester, Bulleitgibt dem simplen Drink Rückgrat
Whiskey Sourweich, Weizen-BourbonMaker's Markrundet die Zitronensäure ab
Mint Juleprund, gefälligWoodford Reserveharmoniert mit Minze und Zucker
ManhattanroggenbetontBulleitbehauptet sich gegen den Wermut
Boulevardierkräftig, hoher ProofWild Turkey 101hält gegen den bitteren Campari

Als Faustregel gilt: je mehr andere Spirituosen im Drink sind, desto kräftiger darf der Bourbon sein. Bei sauren und spritzigen Drinks reicht dagegen ein milderer, gefälliger Stil. Wer beide Lager abdecken will, kommt mit einem würzigen Bulleit und einem weichen Maker's Mark schon sehr weit.

Praktische Tipps für bessere Bourbon-Cocktails

Das Eis ist wichtiger, als viele denken. Große, klare Eiswürfel schmelzen langsamer und verwässern den Drink weniger, was besonders bei gerührten Cocktails wie dem Old Fashioned zählt. Der Mint Julep ist die Ausnahme, er lebt geradezu von reichlich zerstoßenem Crushed Ice, das den Becher beschlagen lässt.

Beim Süßen greifst du besser zu Zuckersirup als zu trockenem Zucker, weil er sich sofort verbindet. Einen einfachen Sirup rührst du aus gleichen Teilen Zucker und heißem Wasser selbst an und bewahrst ihn im Kühlschrank auf. So dosierst du die Süße genau und vermeidest ungelöste Kristalle im Glas.

Ein paar Spritzer Bitters geben vielen Bourbon-Cocktails erst ihre Tiefe. Klassische aromatische Bitters wie Angostura passen zu Old Fashioned und Manhattan. Und wenn dir ein kräftiger Bourbon pur zu intensiv ist, öffnen ein paar Tropfen Wasser die Aromen, mehr dazu in unserem Ratgeber, wie du Whisky richtig trinkst. Die passende Basis für deinen Stil stellst du dir mit unserem Whisky-Finder oder dem Whisky-Vergleich zusammen.

Bourbon-Cocktails maßvoll genießen

Cocktails schmecken süß und trinken sich leicht, doch der Alkohol bleibt. Gerade weil Zucker, Minze oder Soda den Bourbon mild wirken lassen, unterschätzt man schnell, wie viel tatsächlich im Glas steckt, besonders bei spirituosenlastigen Drinks wie dem Manhattan oder Boulevardier. Behalte das im Blick und genieße bewusst statt schnell.

Ein guter Abend braucht keine hohe Schlagzahl, sondern Ruhe und gute Gesellschaft. Trinke zwischendurch Wasser, plane genug Zeit ein und biete deinen Gästen immer auch alkoholfreie Alternativen an. Ein Mint Julep lässt sich zum Beispiel als reiner Minz-Limetten-Drink ganz ohne Bourbon mixen.

Alkohol ist nichts für Minderjährige und gehört nicht ans Steuer. Wenn du unsicher bist, findest du Rat bei unabhängigen Stellen wie kenn-dein-limit.de. Genieße Bourbon-Cocktails in Maßen, dann bleiben sie ein Vergnügen.

Fazit: der richtige Bourbon für jeden Cocktail

Bourbon-Cocktails gelingen mit der passenden Basis fast von selbst. Ein würziger Old Forester oder Bulleit für den Old Fashioned, ein weicher Maker's Mark für den Whiskey Sour und ein runder Woodford Reserve für den Mint Julep decken die wichtigsten Klassiker ab. Für den kräftigen Boulevardier bleibt Wild Turkey 101 die richtige Wahl.

Wichtig ist nicht die teuerste Flasche, sondern die passende. Günstige, charakterstarke Bourbons mixen sich oft besser als edle Sipper, die pur mehr Freude machen. Mit zwei, drei guten Allroundern aus diesem Ratgeber deckst du schon die halbe Cocktailkarte ab.

Probiere dich in Ruhe durch die Klassiker und finde deine Favoriten. Weitere Drinks mit anderen Whiskysorten zeigt unser breiter Ratgeber zu den besten Whisky-Cocktails, und welcher Bourbon zum Grillabend passt, verrät unser Whisky und BBQ Pairing. Zum Wohl und mit Maß.

Passende Ratgeber

Transparenzhinweis: Dieser Ratgeber wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle empfohlenen Flaschen stammen aus unserem echten Katalog, Preise sind Richtwerte. Die Produktfotos sind keine KI-Bilder. Wie wir KI einsetzen

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Bourbon-Cocktails

Die häufigsten Fragen rund um Bourbon-Cocktails, kurz und praxisnah beantwortet.

Welcher Bourbon ist am besten für einen Old Fashioned?

Für einen Old Fashioned passt ein würziger Bourbon mit Rückgrat besonders gut. Old Forester mit seinen Noten von braunem Zucker und Nelke oder ein roggenbetonter Bulleit setzen sich schön gegen Zucker und Bitters durch. Grundsätzlich funktioniert aber fast jeder charaktervolle Bourbon in diesem Klassiker.

Welcher Bourbon eignet sich für einen Mint Julep?

Ein runder, nicht zu aggressiver Bourbon harmoniert am besten mit Minze und Zucker. Woodford Reserve ist als langjähriger offizieller Bourbon des Kentucky Derby die naheliegende Wahl, auch der leichte, fruchtige Four Roses passt gut. Wichtig ist reichlich zerstoßenes Eis im beschlagenen Becher.

Braucht man teuren Bourbon für Cocktails?

Nein, im Gegenteil. In einem Cocktail überdecken Zucker, Zitrone oder Campari die feinen Aromen, für die man bei einem edlen Bourbon eigentlich bezahlt. Ein günstiger, kräftiger Bourbon wie Wild Turkey 101 oder Bulleit liefert im Drink oft das rundere Ergebnis, teure Flaschen genießt du besser pur.

Was ist der Unterschied zwischen Old Fashioned und Whiskey Sour?

Der Old Fashioned ist ein gerührter, spirituosenlastiger Drink aus Bourbon, Zucker und Bitters und schmeckt kräftig und würzig. Der Whiskey Sour dagegen wird geschüttelt und mit Zitronensaft und Sirup gemixt, was ihn frisch und säuerlich macht. Für den Sour passt ein weicher Bourbon, für den Old Fashioned ein würziger.

Welcher Bourbon ist am besten für Cocktail-Einsteiger?

Für den Einstieg ist ein vielseitiger Allrounder ideal, der in vielen Drinks funktioniert. Buffalo Trace mit seiner ausgewogenen Vanille- und Karamellsüße oder der günstige Bulleit decken vom Old Fashioned bis zum Whiskey Sour die meisten Klassiker ab. So brauchst du am Anfang nur eine einzige Flasche.